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Cybersicherheit in der Lieferkette

Cyberbedrohungen, die auf Lieferketten abzielen, können den Betrieb stören, vertrauliche Informationen gefährden und schwerwiegende finanzielle und rufschädigende Schäden verursachen. Wirksame Cybersicherheit in der Lieferkette schützt Einzelpersonen und Unternehmen vor Angriffen, erfordert jedoch einen umfassenden Ansatz, der über die heutigen IT-Sicherheitsrisiken hinausgeht.

Die Bedeutung der Cybersicherheit in der Lieferkette

Die immer komplexer werdenden Lieferketten, an denen mehrere Unternehmen beteiligt sind, z. B. Zulieferer, Hersteller und Händler, bieten praktisch unzählige potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe. Ein einziges verwundbares Glied kann die gesamte Kette gefährden, was zu weitreichenden und kostspieligen Unterbrechungen und Verstössen führen kann.

Die wichtigsten Bedrohungen und Schwachstellen

  1. Risiken von Drittanbietern: Zulieferer und Anbieter verfügen unter Umständen nicht über den gleichen Reifegrad an Cybersicherheit wie das Hauptunternehmen. Angreifer haben es oft auf die schwächeren Glieder abgesehen, um sich Zugang zu den Systemen anderer Unternehmen zu verschaffen. Dies ist ein Schlüsselelement der „externen Angriffsfläche“, die Unternehmen heute zunehmend verstehen und verteidigen müssen.
  2. Malware und Ransomware: Cyberkriminelle setzen Malware und Ransomware ein, um den Betrieb der Lieferkette zu stören. Diese Angriffe können den Diebstahl und die Verschlüsselung kritischer Daten beinhalten, wodurch der Betrieb lahmgelegt wird und die Angreifer Lösegeld für die Befreiung der Opferorganisation verlangen. Heutzutage werden bei solchen Angriffen oftmals gestohlene Daten an Partner weitergegeben, und es werden sogar gezielt Partner angegriffen, um den Druck zur Zahlung zu erhöhen. Wie viele Vorfälle gezeigt haben, garantiert die Zahlung von Lösegeld in keiner Weise die Lösung oder Wiederherstellung von Systemen oder Daten durch die Angreifer.
  3. Phishing-Angriffe: Phishing ist nach wie vor eine gängige Methode, um Personen innerhalb der Lieferkette zur Preisgabe vertraulicher Informationen oder zur Installation von Schadsoftware zu verleiten. Solche Angriffe können die Opferorganisation der Spionage oder Erpressung aussetzen, was zu einer weitreichenden und kostspieligen Unterbrechung des Betriebs führt.
  4. Insider-Bedrohungen: Mitarbeiter oder Auftragnehmer mit böswilligen Absichten oder solche, die unvorsichtig sind, können die Lieferkette unbeabsichtigt Cyberrisiken aussetzen. Insider-Bedrohungen sind besonders schwer zu erkennen und zu entschärfen.

Bewährte Praktiken für die Lieferketten Cybersicherheit

  1. Risikomanagement für Zulieferer: Gründliche Bewertung aller Lieferanten und Anbieter, um sicherzustellen, dass sie solide Cybersicherheitspraktiken anwenden. Audits und Überwachung können dazu beitragen, Risiken im Zusammenhang mit Dritten zu erkennen und zu mindern.
  2. Umsetzung von Sicherheitsnormen: Übernahme anerkannter Rahmenwerke und Normen für die Cybersicherheit, z. B. NIST oder ISO/IEC 27001, zur Gewährleistung zuverlässiger Sicherheitsmassnahmen in der gesamten Lieferkette.
  3. Verschlüsselung und Datenschutz: Sicherstellung, dass die über die Lieferkette übertragenen Daten verschlüsselt sind. Umsetzung strenger Datenschutzrichtlinien, um sensible Informationen vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
  4. Zugangskontrolle: Beschränkung des Zugriffs auf kritische Systeme und Daten auf der Grundlage von Rollen und Verantwortlichkeiten. Implementierung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zur Erhöhung der Sicherheit.
  5. Planung der Reaktion auf Vorfälle: Entwicklung und regelmässige Aktualisierung eines Reaktionsplans für Zwischenfälle, der spezielle Protokolle für Zwischenfälle in der Lieferkette enthält. Durchführung von Übungen und Simulationen, um die Bereitschaft für die Zeit danach sicherzustellen.
  6. Kontinuierliche Überwachung: Einsatz fortschrittlicher Überwachungstools zur Erkennung von und Reaktion auf Abweichungen in Echtzeit. Die kontinuierliche Überwachung hilft dabei, potenzielle Bedrohungen zu erkennen, bevor sie erheblichen Schaden anrichten können.
  7. Mitarbeiterschulung: Regelmässige Schulungen zum Thema Cybersicherheit für Mitarbeiter auf allen Ebenen. Die Schulung der Mitarbeiter im Erkennen von und Reagieren auf Cyberbedrohungen ist ein wichtiger Schutzmechanismus.
  8. Gemeinsame Anstrengungen: Die Förderung des Informationsaustauschs zwischen den Partnern der Lieferkette, z.B. durch den Austausch von Bedrohungsdaten, wo dies möglich und zulässig ist, kann dazu beitragen, Angriffen zuvorzukommen und die allgemeine Sicherheitslage in einer Lieferkette zu verbessern.

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