de en it fr

News

Cyberangriffe auf Lieferketten: Eine wachsende Gefahr und wie man sich schützen kann

Mit der fortschreitenden Digitalisierung haben Unternehmen viele Vorteile erlangt. Gleichzeitig sind sie jedoch auch neuen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Eine zunehmende Bedrohung für Unternehmen sind Cyberangriffe auf ihre Lieferketten. Diese Angriffe können verheerende Auswirkungen haben, indem sie sensible Daten, Produktionsprozesse und die gesamte Wertschöpfungskette gefährden. In diesem Blog-Aufsatz wollen wir uns mit den Risiken von Cyberangriffen auf Lieferketten auseinandersetzen und Schutzmassnahmen besprechen, um dieser Bedrohung zu begegnen.

Die Bedrohungslage verstehen:

Cyberangriffe auf Lieferketten sind hochentwickelte Angriffe, bei denen die Angreifer gezielt Schwachstellen in den Systemen der Lieferanten ausnutzen, um Zugang zum Zielunternehmen zu erhalten. Dabei können sie verschiedene Methoden anwenden, wie beispielsweise das Einschleusen schädlicher Codes in Software-Updates, die Kompromittierung von Hardwarekomponenten oder den Diebstahl von Zugangsdaten. Die Folgen eines solchen Angriffs können gravierend sein, angefangen von finanziellen Einbussen über Rufschädigung bis hin zur rechtlichen Haftung.

Risiken von Cyberangriffen auf Lieferketten:

Einer der Hauptrisiken besteht im Verlust und Diebstahl von sensiblen Unternehmensdaten, Kundendaten oder geistigem Eigentum. Ein erfolgreicher Angriff kann zudem Betriebsunterbrechungen verursachen, Produktionsprozesse stören und erhebliche finanzielle Verluste nach sich ziehen. Des Weiteren kann ein solcher Angriff das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner erschüttern und den Ruf des Unternehmens nachhaltig schädigen. Nicht zuletzt können Cyberangriffe auf Lieferketten zu Verstössen gegen Datenschutzvorschriften und andere rechtliche Bestimmungen führen, was wiederum zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen kann.

Schutzmassnahmen gegen Cyberangriffe auf Lieferketten:

Um die Lieferkette vor Cyberangriffen zu schützen, sind mehrere Schritte erforderlich. Zunächst sollte eine gründliche Risikobewertung durchgeführt werden, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren und ein besseres Verständnis für die Risiken zu gewinnen. Bei der Auswahl von Lieferanten ist es wichtig, ihre Sicherheitsmassnahmen und Reputation sorgfältig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie angemessene Schutzvorkehrungen treffen. Es sollten klare Sicherheitsvereinbarungen implementiert werden, in denen Standards, Datenschutz und Haftungsfragen festgelegt sind.

Sodann spielt die kontinuierliche Überwachung der Lieferkette eine entscheidende Rolle, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen. Hierbei können Technologien und Tools zum Einsatz kommen. Es ist auch wichtig, die Mitarbeiter für die Bedrohung von Cyberangriffen auf Lieferketten zu sensibilisieren und regelmässige Schulungen zur Cybersicherheit und zur Erkennung von Phishing-Angriffen anzubieten.

Die Identifizierung und Dokumentation aller Lieferanten und Dienstleister ist von grösster Bedeutung, um eine solide Grundlage für die Sicherheitsbewertung zu schaffen. Vor der Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen sollten umfassende Überprüfungen und Risikoeinstufungen der Lieferanten und Dienstleister durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit als hochriskant eingestuften Zulieferern und Dienstleistern sollte vermieden werden, um das Risiko von Sicherheitsverletzungen zu minimieren.

Es ist ratsam, klare Kriterien für verschiedene Arten von Lieferanten und Dienstleistungen festzulegen, um Risiken effektiv zu bewerten. Hierbei sollten Abhängigkeiten zwischen Lieferanten und Kunden, kritische Software-Abhängigkeiten und Single-Points-of-Failure berücksichtigt werden.

Eine aktive Überwachung von Risiken und Bedrohungen in der Lieferkette ist unerlässlich, um potenzielle Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Die Verwaltung der Lieferanten sollte den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleistung umfassen und Verfahren für den Umgang mit Produkten oder Komponenten am Ende ihrer Lebensdauer sollten implementiert werden.

Assets und Informationen, die mit Zulieferern geteilt werden oder ihnen zugänglich sind, sollten sorgfältig klassifiziert werden. Es ist wichtig, klare Verfahren für den Zugang und den Umgang mit diesen Informationen festzulegen.

Bei der Beschaffung und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen sollte auf die Einhaltung von «Good-Practice-of-Cybersecurity»-Standards geachtet werden, um sicherzustellen, dass Sicherheitsaspekte von Anfang an berücksichtigt werden.

Es ist empfehlenswert, Komponenten und Dienstleistungen nach den "Secure-by-Design-Grundsätzen" zu bevorzugen und dabei besonders auf eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in Bezug auf Transparenz und Sicherheit in den eigenen Systemen und digitalen Lieferketten zu achten.