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Cyber-Sicherheit in der Telekommunikation

Telekom-Cybersicherheit

In der sich rasch entwickelnden Landschaft der Cybersicherheit werden Telekommunikationsunternehmen immer mehr zu Hauptzielen von Cyberbedrohungen. Die jüngste Zunahme von Cyberangriffen hat deutlich gemacht, wie dringend notwendig starke Cybersicherheitsmassnahmen in diesem Sektor sind. Von Schwachstellen in veralteten Protokollen bis hin zu massiven Datenverletzungen steht die Telekommunikationsbranche vor einzigartigen Herausforderungen, die umfassende Lösungen erfordern.

Die SS7-DIAMETER-Schwachstellen-Krise in der Telekom-Cybersicherheit.

Eines der hartnäckigsten Sicherheitsprobleme in der Telekommunikation ist die Anfälligkeit des SS7-Protokolls. Ursprünglich in den 1970er Jahren entwickelt, wird SS7 immer noch häufig für die Weiterleitung von Anrufen und Textnachrichten verwendet. Das Fehlen von Sicherheitsmassnahmen hat es allerdings zu einem weltweit bevorzugten Ziel und Werkzeug für Cyberkriminelle und staatliche Akteure gemacht. Die Ausnutzung von SS7 ermöglicht es Angreifern, Kommunikationen abzufangen, Standorte zu verfolgen und andere bösartige Aktivitäten durchzuführen. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für Einzelpersonen und Organisationen dar.

In den letzten Jahren wurden auch Schwachstellen im neueren DIAMETER-Protokoll entdeckt. Auch diese werden von Angreifern weltweit ausgenutzt. DIAMETER-Schwachstellen unterscheiden sich in wichtigen Punkten von denen des SS7-Protokolls und erfordern spezielle Kenntnisse, um sie zu erkennen und zu beheben. Darüber hinaus stellen die raffiniertesten Angreifer, die sowohl SS7 als auch DIAMETER in protokollübergreifenden Angriffen auszunutzen, eine einzigartige Herausforderung für Mobilfunknetzbetreiber da. Es erfordert fortschrittliche Filter- und Überwachungsmassnahmen, um eine angemessene Sicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen Eindringlinge zu erreichen.

Staatliche Bedrohungen für kritische Infrastrukturen in der Telekom-Cybersicherheit

Der Telekommunikationssektor ist nicht nur das Ziel von Cyberkriminellen, sondern auch von staatlichen Akteuren, die darauf abzielen, kritische Infrastrukturen zu stören. Diese raffinierten Angriffe zielen darauf ab, die nationale Sicherheit zu untergraben und weitreichende Störungen zu verursachen. In den USA beispielsweise haben solche Bedrohungen zugenommen, was Behörden wie die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) veranlasst hat, Warnungen herauszugeben und Präventivmassnahmen zu ergreifen. Die Gewährleistung der Sicherheit der Telekommunikationsinfrastruktur ist eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung, die koordinierte Bestrebungen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor erfordert.

Die Rolle von Interessenvertretungen in der Telekom-Cybersicherheit

Organisationen wie das Electronic Privacy Information Center (EPIC) spielen eine entscheidende Rolle beim Eintreten für stärkere Cybersicherheitsmassnahmen. EPIC hat sich aktiv für die Veröffentlichung von Berichten und Informationen über SS7-Schwachstellen eingesetzt und dabei die Notwendigkeit von Transparenz und Rechenschaftspflicht betont. Solche Lobbyarbeit ist wichtig, um das Bewusstsein zu schärfen und die notwendigen Reformen zum Schutz der Telekommunikationsnetze voranzutreiben.

Grosse Datenpannen: Ein Weckruf für die Telekommunikations-Cybersicherheit

Auch in der Telekommunikationsbranche kam es zu erheblichen Datenschutzverletzungen, die die Notwendigkeit solider Cybersicherheitspraktiken unterstreichen. Der jüngste Verstoss gegen die Datenschutzbestimmungen, von dem rund 109 Millionen US-Kundenkonten eines grossen Telekommunikationsanbieters betroffen waren, hat die Auswirkungen der nicht behobenen Schwachstellen in diesem Sektor noch deutlicher gemacht. Diese Verstösse gefährden nicht nur sensible persönliche Daten, sondern untergraben auch das Vertrauen in die betroffenen Unternehmen. Telekommunikationsanbieter müssten unbedingt strenge Sicherheitsmassnahmen ergreifen, um Kundendaten zu schützen und ihren Ruf zu wahren.

Cybersicherheit in der europäischen Telekommunikation

In Europa wird das Konzept der Telekommunikationssicherheit durch umfassende Strategien und Vorschriften bestimmt. Die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) spielt eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der Cybersicherheitsbemühungen in den Mitgliedsstaaten. Zu den Initiativen der ENISA gehört die Einrichtung nationaler Koordinierungszentren für Cybersicherheit (NCCs), die sich auf die Förderung von Forschung, Entwicklung und Umsetzung von Cybersicherheitsmassnahmen konzentrieren. Diese Zentren spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung einer sicheren und widerstandsfähigen Telekommunikationsinfrastruktur in ganz Europa.

Die ENISA veröffentlicht ausserdem jährliche Berichte über Sicherheitsvorfälle im Telekommunikationssektor. Diese Berichte bieten wertvolle Einblicke in die Trends und Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist, und helfen den Beteiligten, wirksame Gegenmassnahmen zu entwickeln. Durch die Analyse früherer Vorfälle und die Identifizierung allgemeiner Schwachstellen können Telekommunikationsanbieter ihre Sicherheitsvorkehrungen verbessern und ihre Netze besser schützen.

Wie wir helfen können

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